FAQ Allgemein

Warum wird der Zensus durchgeführt?

Der Zensus dient als wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltungen und Wirtschaft. Auf Grundlage des Zensus können Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Schulen und Kindertagesstätten besser geplant werden. Nicht zuletzt liefert der Zensus wichtige Daten für die Wissenschaft und wird zudem als Datengrundlage für viele amtliche Statistiken herangezogen. Grundlage für den Zensus ist die EU-Verordnung (EG) Nr. 763/2008. Alle EU-Mitgliedsstaaten sind dadurch verpflichtet, alle zehn Jahre, jeweils am Anfang eines Jahrzehnts, einen Zensus durchzuführen.

Wer wird beim Zensus befragt?

In der Haushaltebefragung werden ca. 10 % der Bevölkerung per Zufallsstichprobe ausgewählt und zu Merkmalen wie zum Beispiel Alter und Staatsangehörigkeit sowie zu ihrem Bildungsstand und Erwerbsstatus befragt. Für die Erhebung an Anschriften mit Sonderbereichen werden die Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnheimen befragt. In Gemeinschaftsunterkünften übernehmen die Einrichtungsleitungen die Auskunft. In der Gebäude- und Wohnungszählung werden Eigentümerinnen und Eigentümer, Verwaltungen sowie sonstige verfügungs- oder nutzungsberechtigte Personen aller Gebäude mit Wohnraum beziehungsweise Wohnungen befragt.

Muss ich mich aktiv zur Teilnahme am Zensus melden?

Nein, Sie müssen sich selbst nicht aktiv für die Teilnahme am Zensus melden. Das für Sie zuständige Statistische Landesamt oder Ihre kommunale Erhebungsstelle wird sich an Sie wenden, wenn Sie an einer Befragung teilnehmen müssen.

Welche Maßnahmen werden im Rahmen des Zensus zum Datenschutz ergriffen?

Es werden alle zur Gewährleistung des Datenschutzes erforderlichen technisch-organisatorischen Maßnahmen getroffen. Die erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen werden dabei systematisch aus dem aktuellen Grundschutz-Kompendium des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) abgeleitet und orientieren sich darüber hinaus stets am aktuellen Stand der Technik. Zur Verhinderung eines ungewollten Datenverlustes werden der Schutzbedarf, die potenziellen Bedrohungen und die erforderlichen Maßnahmen festgelegt und deren Umsetzung überprüft.

Warum gibt es eine Auskunftspflicht beim Zensus 2022?

Die Auskünfte innerhalb des Zensus 2022 dienen unter anderem der Erfüllung der EU-Verordnung über Volks- und Wohnungszählungen (EG) Nr. 763/2008. Auch europaweit müssen einheitliche Grunddaten über Bevölkerung und Wohnsituation verfügbar sein. Diese werden alle 10 Jahre von den Mitgliedstaaten erhoben. Die Zensusergebnisse bilden die Grundlage für zahlreiche Statistiken, Hochrechnungen und Planungen, sowie für politische Entscheidungen. Die Auskunftspflicht beim Zensus 2022 ist notwendig, damit die geforderte hohe Qualität und Genauigkeit der Zensus-Ergebnisse erreicht werden kann.

Die Online-Anmeldung ist nicht möglich. Was kann ich tun?

Bitte überprüfen Sie die Eingabe Ihrer Zugangsdaten noch einmal, um Zahlen- oder Buchstabendreher zu vermeiden. Beim Feld „Zugangsnummer“ dürfen nur Zahlen eingetragen sein, beim „Aktivierungscode“ nur Zahlen und Kleinbuchstaben, keine Sonderzeichen. Weder Zugangsnummer noch Aktivierungscode enthalten Leerzeichen. Aktualisieren Sie die Anmeldeseite und geben Sie die Zugangsnummer und den Aktivierungscode erneut ein. Achten Sie insbesondere bei der Nutzung von Smartphones oder Tablets auf automatisch gesetzte Leerzeichen am Ende der Eingabe und entfernen Sie diese gegebenenfalls. Verwenden Sie die aktuellste Version Ihres Browsers oder alternativ einen anderen Browser und löschen Sie Cache und Cookies in Ihrem Browser. Achten Sie zusätzlich darauf, dass Sie mit Ihren Zugangsdaten nicht gleichzeitig an mehreren Geräten im Fragebogen angemeldet sind. Überprüfen Sie bitte die Aktivierung von JavaScript in Ihrem Browser. JavaScript muss zur korrekten Darstellung der Webseite aktiviert sein.
Sollte die Anmeldung auch nach mehrfacher Überprüfung der Schreibweise nicht möglich sein, wenden Sie sich bitte an das zuständige statistische Landesamt. Die Kontaktdaten finden Sie auf Ihrem Anschreiben. Bitte versuchen Sie das aufgetretene Problem (Fehlermeldung, technische Schwierigkeiten) möglichst präzise darzustellen, um eine schnelle und effiziente Anfragenbearbeitung zu erleichtern.

Werden Schutzsuchende (zum Beispiel aus der Ukraine) im Zensus gezählt und müssen Auskunft erteilen?

Grundsätzlich werden beim Zensus 2022 alle Menschen gezählt, die zum Stichtag am 15. Mai 2022 in Deutschland meldepflichtig sind. Dies gilt auch für Schutzsuchende, unabhängig aus welchem Land sie kommen. Prinzipiell sind alle Personen an ihrem Wohnort meldepflichtig. Personen, die sonst im Ausland wohnen, werden meldepflichtig, wenn sie sich länger als drei Monate in Deutschland aufhalten. Ausführliche Informationen zum Vorgehen für Schutzsuchende beim Zensus finden Sie in der Pressemitteilung.

Wie lange werden die im Rahmen des Zensus erhobenen Daten gespeichert und wann werden sie gelöscht?

Nach den allgemeinen datenschutzrechtlichen Regelungen der DS-GVO müssen personenbezogene (Zensus-) Daten unter anderem durch den Verantwortlichen gelöscht werden, wenn sie für die Zwecke, für die sie erhoben wurden, nicht mehr notwendig sind. In der amtlichen Statistik gelten darüber hinaus noch spezielle Löschverpflichtungen. Auch im Zensus 2022 sind zum Schutz der Rechte und Freiheiten der einzelnen betroffenen Bürgerinnen und Bürger explizite spezialgesetzliche Löschverpflichtungen für die einzelnen zu verarbeitenden Daten vorgesehen, denen seitens des Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nachgekommen wird. Beispielhaft ist hier die nach § 31 ZensG 2022 vorgegebene schnellstmögliche Trennung der Hilfsmerkmale (z.B. "Name" nach § 5 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit § 6 ZensG 2022) von den Erhebungsmerkmalen und die Löschung dieser spätestens vier Jahre nach dem Zensusstichtag zu nennen.
Von der Löschung ausgenommen sind anonymisierte und somit nicht mehr personenbezogene Ergebnisse..


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