FAQ Haushaltebefragung

Welche pandemiebedingten Anpassungen und Hygienemaßnahmen sind in der Personenerhebung vorgesehen?

Die persönlichen Befragungen erfolgen beim Zensus 2022 nach den geltenden Infektionsschutzvorgaben. Die Befragungen vor Ort sind kurz, kontaktarm und können an beziehungsweise vor der Tür erledigt werden. Die Interviewerin beziehungsweise der Interviewer betritt nur auf Ihren ausdrücklichen Wunsch Ihre Wohnung oder Ihr Haus.

Wie ist der Ablauf der Haushaltebefragung?

Rund 12 % der Bevölkerung werden bei der Haushaltebefragung befragt. Die betreffenden Anschriften werden dabei durch ein Zufallsverfahren ermittelt. Wurde Ihre Anschrift für die Befragung ausgewählt, dann wird sich eine Interviewerin beziehungsweise ein Interviewer (sogenannte Erhebungsbeauftragte) zunächst mit einem Brief oder einer Postkarte schriftlich ankündigen. Die Erhebungsbeauftragten weisen sich mit einem Interviewerausweis aus und ermitteln, wie viele und welche Personen in der einzubeziehenden Wohnung wohnen. Anschließend erhalten Sie einen Code für den Online-Fragebogen. Über die Zensus-Website gelangen Sie zum Login-Bereich, wo Sie die Zugangsnummer und den Aktivierungscode eingeben können.

Warum sind in der Personenerhebung persönliche Interviews notwendig?

Bei der Personenerhebung werden nur einige wenige Merkmale im persönlichen Interview durch Erhebungsbeauftragte erfragt. Alle weiteren Angaben können selbständig z. B. über den Online-Fragebogen getätigt werden. Die kurze persönliche Befragung ist erforderlich, um den Qualitätszielen des Zensus für eine realitätstreue Ermittlung der Einwohnerzahl gerecht zu werden. Es hat sich gezeigt, dass die Frage nach den zählungsrelevanten Personen in vielen Konstellationen nicht einfach zu beantworten ist (z. B. Au-Pair, Studierende im Auslandsaufenthalt, Wochenendpendler) - daher wird der persönliche Kontakt zur Klärung dieser Frage für erforderlich gehalten.

Woran erkennt man legitime Interviewerinnen beziehungsweise Interviewer?

Interviewerinnen und Interviewer (sogenannte Erhebungsbeauftragte) kündigen sich etwa eine Woche vor der Erhebung schriftlich bei den für die Befragung ausgewählten Haushalten an. Zum angekündigten Termin führen sie eine Existenzfeststellung vor Ort durch, das heißt sie ermitteln, wie viele und welche Personen in der einzubeziehenden Wohnung wohnen. Zur Ausübung ihrer Tätigkeit erhalten Erhebungsbeauftragte einen Ausweis, den sie während ihrer Befragungstätigkeit bei sich führen und den Befragten auf Verlangen zusammen mit einem amtlichen Lichtbildausweis vorzeigen.

Wird der Termin zur Haushaltebefragung angekündigt?

Ja, Befragte erhalten etwa eine Woche vorher ein Erstankündigungsschreiben mit einer Terminankündigung. Treffen Interviewerinnen und Interviewer (sogenannte Erhebungsbeauftragte) zum ersten angekündigten Termin keine auskunftspflichtige Person im Haushalt an, so teilen sie in einem Zweitankündigungsschreiben einen weiteren Befragungstermin mit.

Wie lange haben die Befragten Zeit, den Fragebogen zur Haushaltebefragung zu beantworten?

Versuchen Sie bitte, so bald wie möglich den Online-Fragebogen auf der Zensus-Website auszufüllen. Die vorgegebenen Fristen können zwischen den Bundesländern sowie den Erhebungsstellen variieren. Um die Möglichkeit einer Fristverlängerung in Erfahrung zu bringen, wenden Sie sich bitte an die für Sie zuständige Erhebungsstelle beziehungsweise Erhebungsbeauftragten.

Weshalb habe ich ein Erinnerungsschreiben erhalten, obwohl ich meinen Fragebogen schon abgesendet habe?

Wenn Sie den beantworteten Fragebogen online oder postalisch erst kürzlich übermittelt bzw. losgeschickt haben, betrachten Sie dieses Schreiben bitte als gegenstandslos. In diesem Fall haben sich Ihre Meldung und der Versand des Erinnerungsschreibens voraussichtlich überschnitten. Aufgrund von Postlaufzeiten und der Verarbeitung einer Vielzahl an Fragebogen, kann es trotz intensiver Bemühungen leider nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich der Versand des Erinnerungsschreibens mit der von Ihnen abgegebenen Meldung überschneidet. Sofern Sie nach Absenden des Online-Fragebogens auf das Fenster zur Generierung der Sendebestätigung geleitet wurden, war die Datenübermittlung erfolgreich - unabhängig von der tatsächlichen Erstellung der Sendebestätigung im PDF-Format.

Bin ich für die Haushaltebefragung auch dann auskunftspflichtig, wenn ich zum angekündigten Zeitpunkt des Interviews längerfristig nicht anwesend bin, zum Beispiel auf Grund eines Urlaubs?

Ja, grundsätzlich besteht die Auskunftspflicht auch, wenn sich auskunftspflichtige Personen aufgrund einer längeren Urlaubs- oder Geschäftsreise, eines Arbeitseinsatzes oder aus anderen Gründen an einem anderen Ort als dem Wohnort beziehungsweise im Ausland aufhalten. Es ist ausreichend, wenn zu diesem Termin ein volljähriges Mitglied des Haushalts anwesend ist und die Auskünfte für sich selbst und stellvertretend für die anderen Haushaltsmitglieder erteilt. Sollte zum angekündigten Termin kein volljähriges Mitglied des Haushaltes anwesend sein können, wenden Sie sich bitte an die auf der Terminankündigung angegebenen Kontaktdaten.


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