Service Warum wird nicht der gesamte Zensus als Vollerhebung durchgeführt?

Beim Zensus 2021 handelt es sich um eine Mischung aus Vollerhebungen und Stichprobenerhebungen, deren Ziel es ist, die Belastung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten und dennoch eine möglichst hohe Qualität zu erreichen. Soweit möglich werden bereits in der Verwaltung vorhandene Daten genutzt, bspw. werden für die Ermittlung Einwohnerzahl Melderegister in Deutschland abgefragt - das sind, Haupt- und Nebenwohnsitzfälle zusammengenommen, rund 88 Millionen Datensätze. Bei der Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ) liegen flächendeckend keine geeigneten Daten für eine Registerauswertung vor, sodass hier alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnraum im Rahmen einer Vollerhebung schriftlich befragt werden. Schließlich werden in einer Haushaltestichprobe bei rund 10 % der Bevölkerung Merkmale erfragt, die nicht in den Registern vorhanden sind und es wird rechnerisch das Ausmaß möglicher Fehler der Melderegister bestimmt, um die amtliche Einwohnerzahl noch genauer zu berechnen als dies nur aus den Melderegistern möglich ist.